Ausbildungsrichtung ABU in vier Zeitungsartikeln

Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie

Insgesamt vier Artikel über die Ausbildungsrichtung Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie sind im Februar 2021 im Main-Echo erschienen. Berichtet wurde über die fachpraktische Ausbildung bei einer Tierärztin, in einer Backstube, in einem Tierzuchtbetrieb und beim Forstamt Lohr.

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Ausbildungsrichtung Sozialwesen

Der fachspezifische Schwerpunkt der Ausbildungsrichtung liegt im Bereich Pädagogik und Psychologie. Vermittelt werden umfangreiche Kenntnisse und Kompetenzen, um menschliches Erleben und Verhalten verstehen und interpretieren zu können. Die Unterrichtsinhalte der 11. Jahrgangsstufe stehen in enger Verbindung mit den Erfahrungen aus der fachpraktischen Ausbildung. Die Schülerinnen und Schüllertreffen in den Einrichtungen der sozialen Arbeit auf Kinder, Jugendliche und Senioren und stellen sich dabei pädagogischen, erzieherischen, sonderpäidagogischen und geriatrischen Aufgaben. Die Ausbildungsrichtung Sozialwesen bereitet unter anderem auf das Studium der Sozialpädagogik oder auch auf Lehramtsstudiengänge vor.

Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Schulabschluss starten ihren Schulbesuch in der Regel mit dem Eintritt in die 11. Klasse der Fachoberschule (FOS). Sollte der mittlere Schulabschluss nicht über den Besuch der Realschule erworben worden sein, so empfehlen wir den vorgeschalteten Besuch unserer Vorklasse.

Stundentafel der 11. Klasse FOS

WS = Unterrichtsstunden pro Schulwoche

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„Wir sind die Nadel im Heuhaufen“ – Lesung mit Dorit Linke an der FOS/BOS Marktheidenfeld

„Wir sind die Nadel im Heuhaufen“ – Lesung mit Dorit Linke an der FOS/BOS Marktheidenfeld

Die Autorin Dorit Linke las im Rahmen des White Ravens Festivals der Internationalen Jugendbibliothek in München an der Beruflichen Oberschule aus ihrem Roman „Jenseits der blauen Grenze“.

Bereits zum 4. Mal findet in diesem Jahr das White Ravens Festival für Internationale Kinder- und Jugendliteratur statt. Sechs Tage lang reisen 14 Autoren aus 11 Ländern durch Bayern, lesen aus ihren Werken und sprechen über ihre Arbeit. Schulleiter Karl Fuchs zeigte sich erfreut, dass in diesem Jahr die Berufliche Oberschule die Chance hatte, eine der renommierten Autorinnen des Festivals für eine Lesung gewinnen zu können. Er begrüßte die in Rostock geborene und in der DDR aufgewachsene Autorin Dorit Linke, deren Buch, „Jenseits der blauen Grenze“ im vergangenen Jahr für den Deutschen Jugendbuchliteraturpreis nominiert war.

Die Autorin wurde von Stefanie Lange begleitet, die den Schülern zunächst kurz die Biographie Frau Linkes näher brachte. Danach las die Autorin Auszüge aus ihrem Buch, welches in den letzten Jahren der DDR spielt. Die junge Hanna und ihr Freund Andreas fühlen sich vom System der DDR eingezwängt und sehen am Ende keine anderen Ausweg, als die gefährliche Flucht über die Ostsee im Sommer 1989 zu wagen. Frau Linke gelang es bereits mit den ersten gelesenen Sätzen, die Schüler in ihren Bann zu ziehen, denn die Zuhörer fanden sich vom ersten Satz an mitten in dieser ungewöhnlichen Fluchtgeschichte. Intensiv schilderte die Autorin die Dunkelheit, Kälte, Angst, Hunger und Müdigkeit, die deutlich machten, in welcher Zwangslage sich die jungen Menschen befinden mussten, um solche Strapazen auf sich zu nehmen. Immer wieder sind sie kurz davor, entdeckt zu werden, aber sie bleiben „die Nadel im Heuhaufen“. Neben der eigentlichen Fluchtschilderung greift die Autorin in Flashbacks Begebenheiten aus dem Alltagsleben in der DDR auf, so wie sie die Jugendlichen erlebt haben. Die Autorin brachte die Schüler zum Schmunzeln, wenn die Jugendlichen sich aufmüpfig im Wehrunterricht zeigten, weil sie beim Marschieren lieber „Freude schöner Götterfunke“ skandierten, statt Marschmusik. Oder wenn sich der beste Freund der beiden Protagonisten in eine blonde Westschönheit verliebte, weil sie ihnen im Intershop Süßigkeiten und Nutella kaufte – auch wenn sie am nächsten Tag in der Schule dafür bestraft wurden, weil man vom Klassenfeind generell nichts annehmen durfte, denn „der Klassenfeind habe viele Gesichter“.

Schülerprojekttage

FOS-Schüler besuchen Schülerprojekttage der Universität Würzburg

Ende Juli 2015 fanden für mathematisch besonders begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler der unterfränkischen Gymnasien und Fachoberschulen die Schülerprojekttage der Universität Würzburg statt. Für die Berufliche Oberschule Marktheidenfeld nahmen Melissa Rüb und Nico Krämer aus der Klasse T11a teil.

Die 50 Schüler wurden in sieben Gruppen eingeteilt, von denen jede, unter der Betreuung von Professoren und Dozenten, ein spezielles Thema wie z.B.: „Wie viele Wege führen nach Rom?“ oder „Spiele auf Vier- und Fünfecken“ bearbeitete.

Abends gab es ein Freizeitprogramm mit Musikeinlagen der Teilnehmer und Vorträge über das Mathematik- und Informatikstudium an der Uni Würzburg.

Besuch des Jugendoffiziers der Bundeswehr

Besuch des Jugendoffiziers der Bundeswehr

Hauptmann Voß vom Bundeswehrstützpunkt Veitshöchheim besuchte uns Mitte April und hielt einen launigen und kurzweiligen Vortrag zu den Risiken und Herausforderungen internationaler Sicherheit. Nach einem schnellen Eingangstest, bei dem unsere BOS-Schüler mit einer Zeit von 26 Sekunden einen hervorragenden ersten Platz in der ewigen Bestenliste des Hauptmanns einnahmen, kläre er uns noch kurz über die rosa Farbe seiner Schulterlitzen aus (Farbe der Panzertruppe!). Anhand anschaulicher Beispiele (Du wachst nachts um drei Uhr nackt auf dem Schulhof aus. Was machst du?) erläuterte er, was man unter Sicherheit versteht und wie diese durch neue Bedrohungen wie innerstaatliche und religiöse Konflikte, Kampf um Rohstoffe, Drogenkriege, Terrorismus oder Cyberangriffe gefährdet sein kann. Eindrücklich waren auch die Schilderung und zahlreiche Fotos seines Afghanistaneinsatzes vor 11 Jahren. Im Verlauf des Vortrages wurde deutlich, wie sich die Aufgaben der Bundeswehr in den letzten 20 Jahren gewandelt haben und vor welchen neuen Anforderungen die Bundeswehr steht. Trotz des sehr dichten Vortrags blieb noch Zeit für Fragen der Schüler zu den aktuellen Einsätzen z.B. in Afghanistan oder Afrika.

Sozialrichter Jochen Strinischa zu Besuch in der BW12b

Sozialrichter Jochen Strinischa zu Besuch in der BW12b

Mitte Februar besuchte Herr Jochen Strnischa, Sozialrichter am Landessozialgericht in Schweinfurt, die Klasse BW12b. In einer interessanten Doppelstunde brachte er den Schülerinnen und Schülern die Themen Sozialstaat und Rechtsstaat näher. Diese wurden im Unterricht zwar theoretisch besprochen, etwas ganz anderes ist es jedoch, wenn ein Jurist aus dem Nähkästchen plaudert. Herr Strnischa stellte mittels einer Power Point Präsentation dar, was Rechtsstaatlichkeit in der Praxis bedeutet. So erläuterte er z.B. in welchen Fällen man die Sozialgerichtsbarkeit in Anspruch nehmen kann, wie der Weg durch die Instanzen aussieht und dass eine Klage vor einem Sozialgericht in jedem Falle kostenfrei ist. Ins Gespräch mit den Schülern kam er vor allem als es um die Höhe und Zusammensetzung des Alg II (Hartz IV) ging. Es wurde unter anderem diskutiert, was unter einem menschenwürdigen Leben zu verstehen ist und ob eine Summe von 399€ Regelleistung dazu ausreichen kann. Interessiert zeigte sich die Klasse auch an den Fallbeispielen aus der Praxis, die Herr Strinischa, natürlich anonymisiert, mitgebracht hatte. Kann man Hartz IV beziehen, wenn man seinen Wohnsitz im Ausland hat? Nein! Kann es sein, dass man mit einem Vermögen von insgesamt 300.000€ An-spruch auf Leistungen aus dem Alg II hat? Ja! Abschließend warf Herr Strnischa noch die Frage auf, ob sich Arbeit nach Meinung der Schüler überhaupt noch lohne und kam auf das Problem des Niedriglohnsektors und die Bedeutung eines sicheren Arbeitsplatzes für jeden einzelnen zu sprechen. So konnten die Schüler noch ein paar Anregungen zum Nachdenken mit ins Wochenende nehmen.

TheaterFB1312

Die Seele für die ewige Jugend.

Am Mittwoch, 18.12.2013, besuchten die Klassen der Beruflichen Oberschule Marktheidenfeld BF 13 W, W12a und W12b, begleitet von Frau Oppel, Herrn Rauner, Herrn Bischof und Herrn Bach die Inszenierung des Stückes „Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde in der Würzburger Theaterwerkstatt. Der viel beachtete Roman thematisiert den Traum von der ewigen Jugend und greift das in der Literatur häufig verarbeitete Motiv des Selbstbildnisses auf.

„Der junge, schöne und reiche Dorian Gray, Mitglied der dekadenten Londoner Gesellschaft, lässt sich von seinem Freund, dem Künstler Basil Hallward porträtieren. Als er in dessen Atelier den Lebemann Lord Henry Wotton kennenlernt, ist er fasziniert vom hedonistischen Lebensstil des Dandys, für den Schönheit der einzige Lebenszweck ist. Von seinem eigenen Bild so hingerissen, äußert Dorian unbedarft einen verhängnisvollen Wunsch: „Wenn nur ich für immer jung bliebe und das Bild altern würde! Ich würde meine Seele dafür geben!“ Fatalerweise wird der Wunsch erhört. Während das Alter an seinem Äußeren spurlos vorübergeht, verändert sich das Bild auf erschreckende Weise. Und Dorian gerät immer tiefer in einen Strudel aus zerstörerischer Selbstentfaltung und zügelloser Begierde.

Oscar Wildes einziger Roman, erschienen 1890/91, provozierte bei seiner Veröffentlichung einen Skandal. Offen ausgesprochene Themen wie Homosexualität und Drogenkonsum passten nicht in das Gesellschaftsbild der prüden Viktorianischen Gesellschaft. Doch auch heute, angesichts von Jugendwahn und Schönheitsperfektion taugt der fesselnde Stoff um Moral, Hedonismus und Dekadenz zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Zeitgeist.“ (Text :Theaterwerkstatt Würzburg)